Do 14.6.2018 – DREIVIERTELBLUT – Zelt-Festival, Lappersdorf

 
DREIVIERTELBLUT
Datum: Do 14.6.2018  Einlass: 19 Uhr Beginn: 20 Uhr
Ort: Zelt-Festival Lappersdorf (Freizeitgelände Pielmühle, Regendorfer Straße 26)
Preise:
 
- über okticket.de (nur hier gibt es die nummerierten Sitzplätze!!!):
Kategorie 1 (nummerierte Sitzplätze!): 31,30 € incl. Gebühren
Kategorie 2 (nummerierte Sitzplätze!): 28 € incl. Gebühren
Kategorie 3 (freie Platzwahl): 23,60 € incl. Gebühren
 
Kategorie 1 & 2 befinden sich im Mittelblock (Parkett Mitte), während
Kategorie 3 die gesamte Tribüne und die Stühle seitlich des Mittelblocks betrifft.
Hier kommt ihr zum Sitzplan und zu den Karten auf okticket.de: KLICK !

- an allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen:
Kategorie 3 (freie Platzwahl): 21 € zuzügl. Gebühren (je nach VVK-Stelle, min. 10 %)
 

DREIVIERTELBLUT
„Finsterlieder“

Dreiviertelblut erobert im zweiten Album „Finsterlieder“ das zurück, was unserer Gesellschaft verloren gegangen ist, nämlich der Mut, den Tod anzunehmen, ihn willkommen zu heißen. Der Mut, dem Sterben, dem Schmerz und dem Abschied humorvoll und lebensbejahend ins Gesicht zu sehen – oder frech ins Gesicht zu grinsen. Wo man sonst lieber wegschaut, gucken Gerd Baumann und Sebastian Horn mit schonungslosen Texten und stimmungsvoller Musik ganz genau hin.

In „Wuist du mit mir danzn“ wird zerstörerische, blutrünstige Lebensfreude gefeiert, während in „Bring mi Hoam“ resignierte Erschöpfung und die schmerzvolle Sehnsucht nach Nähe – oder die Sehnsucht nach schmerzvoller Nähe spürbar wird. In dem Song „Im Mai“ erwacht in mitten wunderschöner, poetischer Bilder des blühenden Lebens, einsam und melancholisch das Bewusstsein über den Verlust eines geliebten Menschen. Das Gefangenendasein des Menschen zwischen Makro- und Mikrokosmos und ein gescheiterter Fluchtversuch in beide Richtungen ist das Thema in „Zeit“. „Der Schläfer im Tal“ ist die Adaption eines Rimbaud-Gedichts über einen verbluteten Soldaten, „I lieg am Ruckn“ eine seelenverwandte Hommage an das Ludwig-Hirsch-Lied – eine Selbstbekundung einer einsamen Leiche, der es im Grab kalt ist. Humorvoll Morbides trifft auf romantische Todessehnsucht, auf die Zeitwahrnehmung einer Fliege – und auf Politik. Zu Finsterlieder gehören nämlich auch „Ned nur mia“, ein Song, der 2015 anlässlich der Kundgebung „Mia san ned nur mia“ gegen die bayerische Abschiebepolitik entstand, und zwei Lieder, die für den Starkbieranstich am Nockherberg geschrieben wurden: „Der Sturm“, aus dem Singspiel 2016, in dem es nur an der Oberfläche um die Suche nach Zuflucht vor einem Unwetter geht, und der Song „Ois is koid“, in dem das Singspiel 2015 mit großem Abstand und unheilbarem Heimweh auf den blauen Planeten blickte.
„Finsterlieder“ ist eine fröhliche Party am und im Abgrund, eine musikalische Aufbahrung und ein textlicher Totentanz. Die Songs vereinbaren, was als kaum vereinbar gilt: das Bairische als Seelensprache, ein sehnsüchtiges Lächeln in der tiefsten Trauer, Jazz und 70´s Moog Synthesizer, Zwiefacher und Punkschlagzeug, ein süßer Klang und die Fliege, die im Mund eines Sterbenden verschwindet…

Besetzung LIVE:
Gerd Baumann – akustische Gitarre/Gesang             Sebastian Horn – Gesang
Florian Rein – Schlagzeug                                          Luke Cyrus Götze – elektrische Gitarre
Dominik Glöbl – Trompete                                          Florian Riedl – Klarinette, Baß-Klarinette
Benjamin Schäfer – Kontrabass

 
 

 

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