Do 15. November 2018 – GURU GURU – Alte Mälzerei, Regensburg

 
GURU GURU
Datum: Do 15.11.2018   Einlass: 19.30 Uhr   Beginn: 20.30 Uhr
Ort: Alte Mälzerei, Regensburg (Galgenbergstr. 20)
Preise: Vorverkauf: 20,- zuzügl. Vorverkaufsgebühr Abendkassse: 24,-
 

GURU GURU

 

GURU GURU – steht für wagemutige Anfänge im „Free Rock“, „Free Beat“ – wilde Experimente,

Expeditionen in den bekannten und in den unbekannten Weltraum, später Öffnung für alles, was musikalisch interessant und gefühlsseitig berührend- ständigen Wechsel – und dabei doch immer „Guru Guru“ – tolle Shows, abgefahrene Musik und immer, immer Entwicklung, eine der wenigen Formationen, die über eine derart lange Zeit nicht in ihrer eigen Formel und Wiederholung erstarrt sind, sondern sich immer wieder neu erfunden haben, in der Band aber auch auf vielen Nebengeleisen – das Band-Mastermind Mani Neumeier ist nie von seiner musikalischen Neugier „geheilt“ worden und hat sich nie eigener Weiterentwicklung verweigert oder sich Einflüssen verschlossen.

GURU GURU entdeckte für sich Funk, Spacepunk, Weltmusik, Ambient, Fusion und schamanistisches Entertainment – DER ELEKTROLURCH WIRD EUCH TONISIEREN!

Mag es auch einen „68iger“ Backlash geben: im eminent wichtigen Jahr 1968 gab die furiose und formidable Band GURU GURU ihr erstes Konzert. Bassist Uli Trepte und der manische Schlagzeuger Mani Neumeier – im Jazz geschulte Trommellegende und einzige personelle Konstante in den bald fünf Jahrzehnten der Band – kamen ursprünglich vom Free Jazz (u.a. IRENE SCHWEIZER TRIO ), verstärkten sich um einen elektrisch verstärkten Gitarristen, kauften zwei Marshall-Verstärkertürme und einen alten Bus (auf Pump!) und schon beim Debut – Jazzfestival auf dem Highdelberger Schloss – hieß es kennerisch „jetzt ist der Neumeier wahnsinnig geworden!“. Völlig synchron mit der End-60ziger Passagenzeit und den sozialen Auf- und Umbrüchen engagierte man sich politisch, gab viele Konzerte in Gefängnissen, für solidarische Zwecke und als „Interventionen“.

Und ganz im Sinne des Kommentars zum ersten Auftritt – „wahnsinnig“ ist vielleicht das richtige Wort für diese abgefahrene Reise durch Zeit&Raum – inzwischen über 3400 Konzerte, als Band in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, U.S.A., England, Niederlande, Belgien, Japan – der

Schlagzeuger auch auf Solopfaden in Weltgegenden wie Australien, Mongolei, Madagaskar, oder als einer von zwei deutschen Rockmusikern in Gestalt einer Wachsfigur im Wachsfigurenmuseum zu Tokio – Die Geschichte der Bandbesetzungen könnte leicht ein

Who-is-who der deutschen Rockmusik abgeben.

Zu der konsequenten und kontinuierlichen Aktivität der Band kommen als Ergänzung die zahlreichen Solo- und Nebenprojekte von Mani Neumeier.

Man beachte: GURU GURU sind keine Revival-Show, sondern die Band war all die Jahre aktiv – mit inzwischen weit über 30 Plattenproduktionen, diversen DVDs, dazu zahlreichen Auftritten in Funk und Fernsehen – auch wenn das Line-Up ständigen Veränderungen unterworfen war, die Konstante am Schlagzeug – Mani Neumeier –,  garantierte doch immer für den „amtlichen“ GURU GURU Wahnsinn.

 

Nach der musikalischen Sozialisation im Jazz, dann Weiterentwicklung im Free Jazz hieß es „Veränderung“ ist angesagt – der Soundtrack zur Revolte – wobei Künstler wie JIMMY HENDRIX, Bands wie CREAM und die frühen PINK FLOYD wichtige Impulse und Inspirationen gaben und man wechselte auf das Feld des Free Rock – ausgedehnte Improvisationen – Reisen durch den Inneren wie den Äußeren Weltraum – oft im Zusammenhang mit politischen Manifestationen, im Umfeld von Demos, bei SDS-Veranstaltungen, als Solidaritätskonzerte in Gefängnissen usw. – stilistisch und vom Zeitbezug zwischen den anderen Pionieren der deutschen Rockmusik – CAN; AMON DÜÜL (I; II; viel), TANGERINE DREAM, EMBRYO, XHOL – etwas später auch KRAAN – befeuert durch den Epochenumbruch, als man in deutschen Landen vom Kopieren angelsächsischer Vorbilder loskommen wollte und eigenständige Spielweisen entwickelte.

GURU GURU waren immer die „klassische“ Live-Band, schon früh entwickelte sich ein spezieller Humor („We don’t play Cosmic Rock – we play Comic Rock!“) mit sehr ausgeprägten Unterhaltungs-Qualitäten, der sich mal musikalisch in Titeln wie dem all-time-Klassiker „Der Elektrolurch“ – nach all den Jahren immer noch im Programm – oder in der charismatischen Performance von Mani Neumeier Bahn brach – Verkleidungen, Slapstick, Schamaneneinlagen, Feuerzauber, oder das Bewerfen des Publikums mit lebenden Hühnern …

Musikalisch hat man sich nie ausgeruht, die langen Improvisationspassagen wichen Songstrukturen, Mani N. und Co. machten es sich nicht auf Dauer auf wilden, deregulierten Weltraumfahrten gemütlich, sondern öffneten sich schon früh Elementen, die heutigentags gerne als „Weltmusik“ bezeichnet werden, aber auch Funk, Loops, Samples, Umweltgeräuschen, Elektronik – kurz: solange man daraus „den“ GURU-GURU-Sound machen kann – durfte und darf alles mitspielen – GURU GURU waren die erste deutsche Band im (WDR-) Rockpalast, aus guten Gründen wurde dieser Gig 2005 noch einmal wiederholt – auch zum letzten „runden“ Geburtstag des Band-Motors berichtete das Fernsehen – in der Südwestfunk-Landesschau.

Schlagzeuger und Percussion-Freak Mani Neumeier  („ich spiele nicht Schlagzeug, sondern Orchester!“) ist das seltene Beispiel eines Musikers, der sich immer seine Neugier und den Drang zur Weiterentwicklung bewahrt hat – offen für Zusammenarbeit mit anderen Musikern und Musikerinnen, auch wenn sie „aus ganz anderen Ecken stammen“ und gegenüber Stilistiken, die „man“ zunächst gar nicht mit ihm zusammenbringen würde – seine „Soloeskapaden“ decken so ziemlich alles zwischen Trance, Ambient, Noise, Elektro und Ethnic ab … kurz: ein Mensch, der sich nie einer neuen Erfahrung verschließen würde. Mit der Offenheit, der Neugier und der stets „Manischen“ Energie sind Band und beteiligte Musiker alles andere als „lebendige Fossile“ – nein – „die“ wollen’s immer noch und immer wieder – wissen!

Auch – und ganz besonders – in der aktuellen Besetzung ist Energie und Spielfreude der Fokus des musikalischen Geschehens und das Publikum, bei dem da „der Funke“ nicht überspringt -

das muss erst noch geboren werden!

 

 
 
 
. . . und hier bekommt ihr die Eintrittskarten: KLICK

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